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Arbeitsgruppe Latin American History in Global Perspective

Inhaltliches Profil und Ziele:

Die geplante neue Arbeitsgruppe innerhalb der ADLAF verfolgt das Ziel, die lateinamerikanische Geschichte in ihren globalen Verflechtungen zu betrachten und den wissenschaftlichen Austausch von Lateinamerikaforschern mit Vertretern anderer Weltregionen zu eröffnen. Lateinamerika soll hier vor dem Hintergrund zentraler globaler Entwicklungen, Wandlungsprozesse und Erfahrungen seit der Mitte des 19. Jahrhunderts betrachtet werden. Gegenbewegungen, bewusste Abgrenzungen und alternative Entwürfe, die Lateinamerika indessen auch ausgezeichnet haben und die globalen Verflechtungen somit unterlaufen oder gar verhindert haben, werden ebenso thematisiert. 

Damit greift die Arbeitsgruppe eine aktuelle Diskussion auf, die von der historischen Forschung und besonders der Historiographie zu Lateinamerika bislang nur zögernd aufgegriffen worden ist. Obschon “Globalisierung” als Schlagwort aktueller politischer und wirtschaftlicher Diskussionen bereits seit einiger Zeit allgegenwärtig ist, bleiben historische Arbeiten zu Lateinamerika über weite Strecken geprägt durch die Konzentration auf die jeweilige Nation oder Teilregionen des amerikanischen Doppelkontinentes. Zwar ist die Globalgeschichte nicht unumstritten und der Versuch, Geschichte jenseits von Nationalstaaten und erweiterten Ordnungsformen wie Europa zu schreiben, auch von harscher Kritik begleitet; dennoch bietet der globalhistorische Zugriff für Lateinamerika eine Vielzahl von Möglichkeiten, die bisher wenig genutzt worden sind.

In diesem Zusammenhang ist auch der Austausch mit Historikern zu nennen, die außereuropäische Räume wie Asien oder Afrika betrachten oder die im Zusammenhang mit Lateinamerika weniger beachtete Regionen wie beispielsweise Russland historisch erforschen. Die Beschäftigung mit ihren Themen, Theorien und Methoden ist für Lateinamerikaforscher immer noch in den Anfängen begriffen und in Deutschland bisher ohne einen „institutionellen“ Rahmen. Die geplante Arbeitsgruppe möchte ein Forum für diesen Austausch schaffen und im Rahmen von kleineren Arbeitstreffen und workshops die Chancen, die Vor- und Nachteile der globalen Perspektive ausloten. Dabei soll der Fokus auf der historischen Forschung liegen; die Arbeitsgruppe ist aber auch offen für Vertreter anderer Disziplinen, die eine historische Perspektive in ihre Forschungsarbeit einbeziehen. Die Arbeitssprachen der geplanten Arbeitsgruppe sind Deutsch, Englisch und Spanisch, um die Offenheit zu anderen Regionen auch sprachlich zu gewährleisten; das wird auch im englischen Namen der Gruppe zum Ausdruck gebracht.

Zeitplan:

Ein erstes Arbeitstreffen soll im Wintersemester 2009/2010 an der Universität Bremen stattfinden. Das Thema wird noch bekannt gegeben.

Koordinatorin:

Prof. Dr. Delia González de Reufels
Universität Bremen, FB 8
Institut für Geschichtswissenschaft
Außereuropäische Geschichte/Südamerika
Bibliothekstr. 1
D-28359 Bremen
Telefon: 0421-218-67037 (Frau Ursula Meller)
Fax: 0421-218-9124
Email:
dgr@uni-bremen.de
http://www.lateinamerika-geschichte.uni-bremen.de

Weitere Ansprechpartner:

Prof. Dr. Stefan Rinke
Freie Universität Berlin  
Zentralinstitut Lateinamerika-Institut
Rüdesheimer Str.54-56
D-14197 Berlin
Telefon: 030/838-55588
Fax: 030/838-57888
Email:
rinke@zedat.fu-berlin.de
http://www.lai.fu-berlin.de/homepages/rinke/index.html

PD Dr. Bernd Hausberger
El Colegio de México
Centro de Estudios Históricos
Camino al Ajusco 20
Pedregal de Santa Teresa
C.P. 10740, México, D.F.
Tel.: (52 55) 54 49 30 00 Ext. 4142
Fax: (52 55) 56 45 04 64
Email:
bhausberger@colmex.mx
http://www.colmex.mx/centros/ceh/investigadores/hausberger.htm
 

                                       

 


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