EINLADUNG

Hiermit lädt die ADLAF-Nachwuchsgruppe in Kooperation mit der Philipps-Universität Marburg und dem Arbeitskreis Lateinamerika der Friedrich-Ebert-Stiftung Sie herzlich zu folgendem Seminar ein:

Der erste Schritt zur Promotion:

Forschungszugänge in der Lateinamerikaforschung

24.-26. Januar 2019 an der Philipps-Universität Marburg

Wenn sich das Studium dem Ende nähert, macht sich bei vielen Studierenden allmählich Panik breit: Welchen Weg soll ich bald im Berufsleben einschlagen?

Du hattest schon während des Studiums Spaß daran, dich mit einer wissenschaftlichen Fragestellung auseinanderzusetzen und kannst dir vorstellen, eine wissenschaftliche Karriere in der Forschung anzustreben?

Neben allgemeinen Informationen, wie beispielsweise verschiedene Möglichkeiten der Promotionsfinanzierung, liegt der Fokus des dreitägigen Seminares darauf, den Teilnehmer*innen ein Forum zu bieten, in welchem sie durch den Austausch mit Expert*innen darin geschult werden, ihrem Forschungsinteresse eine wissenschaftliche Struktur zu geben. Das Seminar bietet den Teilnehmer*innen Einblicke in die Berufsmöglichkeiten für Lateinamerika-Forscher*innen sowie die Promotionsgestaltung, Hilfestellung bei der Erstellung eines Promotionsexposés und fachspezifische Workshops mit der Möglichkeit, Forschungsideen mit Expert*innen zu diskutieren.

Die Zielgruppe des Seminars sind Masterstudierende und frische Absolvent*innen verschiedener Forschungsrichtungen, die Interesse an wissenschaftlicher Forschung in Bezug auf Lateinamerika haben und Informationen sowie Hilfestellung suchen, um ihr Forschungsprojekt für die geplante Promotion weiter zu entwickeln.

Die Teilnahme am Seminar ist kostenlos. Aufgrund der beschränkten Teilnehmer*innenzahl bitten wir um Anmeldungen bis zum 22.12.2018 unter der folgende E-Mail-Adresse:adlafnachwuchs@giga-hamburg.de

Verwendet hierfür bitte das beigefügte Anmeldeformular. Die Interessent*innen melden sich bitte mit vollständigem Namen, Name des Studiengangs und Universität, eine kurze Beschreibung des Forschungsprojekts (max. 12 Zeilen) an und wählen maximal drei aus den vier Workshops aus. Wenn Interesse an einem kostenlosen Schlafplatz besteht, bitten wir um einen Vermerk im Anmeldebogen.

Weitere Informationen erhalten die Teilnehmer*innen nach der Anmeldung.

Der Samstag steht allen interessierten Personen, die einen Einblick in die Möglichkeiten zur Finanzierung der Promotion erhalten wollen, ohne Anmeldung offen.

Das Programm findest du hier.

Kontakt: Sprecher*innen-Team der ADLAF-Nachwuchsgruppe; E-Mail: adlafnachwuchs@giga-hamburg.de



Bericht zum Seminar: Der erste Schritt zur Promotion


Vom 24. bis 26. Januar 2019 fand erstmals eine von Studierenden und Promovierenden für Studierende organisierte Veranstaltung der ADLAF statt.

Mit dem Ziel, eine Hilfestellung bei der Promotionsentscheidung und Themenfindung zu bieten, wurde ein buntes Programm geboten. Die gemeinsam von der ADLAF-Nachwuchsgruppe, dem Arbeitskreis Lateinamerika der Friedrich-Ebert-Stiftung und der Philipps-Universität Marburg ausgerichtete Veranstaltung war ein voller Erfolg. Es waren rund 50 Teilnehmer*innen aus 19 unterschiedlichen Universitäten eingebunden.

Foto: Vor der Eröffnungsveranstaltung: Organisationsteam des Seminars zusammen mit Dr. Svenja Blanke (Friedrich-Ebert- Stiftung), Prof. Dr. Sabine Kurtenbach (GIGA) und Prof. Dr. Thomas Fischer (KU Eichstätt- Ingolstadt). Die Veranstaltung wurde finanziell vom Ursula-Kuhlmann-Fonds und GIGA Institut für Lateinamerika-Studien (ILAS) unterstützt.


Donnerstag, den 24.01.2019

Nach einer Programmvorstellung der Gastgeber*innen und Organisator*innen durch Prof. Dr. Anika Oettler für die Philipps-Universität Marburg, Prof. Dr. Thomas Fischer für ADLAF, Verena Concha Vega für die Nachwuchsgruppe der ADLAF und Florian Vitello für den stipendiatischen Arbeitskreis Lateinamerika der Friedrich-Ebert-Stiftung, startete das Programm mit einer angeregten Diskussion, die von Sonja Veelen (Philipps-Universität Marburg) moderiert wurde. Prof. Dr. Sabine Kurtenbach (GIGA), Dr. Svenja Blanke (Referat Lateinamerika und Karibik der Friedrich-Ebert-Stiftung) und Prof. Dr. Thomas Fischer (KU Eichstätt-Ingolstadt), standen rund 50 Studierenden und Promotionsinteressierten Rede und Antwort. Dabei ging es um Berufsperspektiven und Arbeitsalltag sowie um die Frage, was ihre Motivation war und ist, eine professionelle Biographie rund um Lateinamerika aufzubauen.

Moderiert von Julian Reiter (Philipps-Universität Marburg) stellten Tharcisio Leone (GIGA & FU-Berlin), Maria Ketzmerick (Philipps-Universität Marburg) und Victoria Adouvi (Goethe- Universität Frankfurt) im Anschluss die Promotionsgestaltung aus ihrer persönlichen Sicht als Doktorand*innen vor.

Das Plenum interessierte vor allem, welchen Stellenwert das Exposé innerhalb einer Promotion einnimmt, wie die Doktorand*innen Motivationsschwierigkeiten und Schreibblockaden überwinden, welche Aspekte der Promotion ihnen Auftrieb gibt und wie Entscheidungsfindungsprozesse, sowohl akademisch als auch privat, im Zuge der Arbeit gestaltet und abgeschlossen werden.

Bei einem gemeinsamen Abendessen bestand dann die Möglichkeit, sich näher kennenzulernen, auszutauschen und Kontakte zu knüpfen.

Freitag, den 25.01.2019

Der Morgen begann mit einem Vortrag von Prof. Dr. Anika Oettler über wichtige Faktoren bei der Erstellung eines Promotionsexposés.

Prof. Dr. Oettler begann mit einer Diskussion zum Thema „Monographie vs. kumulative Dissertation“, in der sie einen Überblick über die Vor- und Nachteile der jeweiligen Promotionsarten gab. Im Anschluss daran, referierte sie über die wichtigsten Punkte bei der Erstellung eines Promotionsexposés und wies darauf hin, dass das Exposé schon ein wissenschaftlicher Projektplan ist, in dem die Doktorand*innen einen strukturierten Überblick über Inhalt und Zeitplanung der Promotion geben sollen.

Der Großteil des Tages wurde im Anschluss mit Workshops gestaltet, die auf unterschiedliche Disziplinen eingingen und den Promotionsinteressierten die Möglichkeit bot, ihre Ideen vorzustellen. PD Dr. Jonas Wolff (HSFK), Prof. Dr. Verena Dolle (JLU Giessen), Dr. Sarah Albiez-Wieck (Universität zu Köln) und Prof. apl. Dr Ingrid Gareis (Goethe-Universität Frankfurt) sprachen über Erfahrungen, aktuelle Themengebiete und boten die Möglichkeit, erste Ideen oder konkrete Promotionsprojekte vorzustellen.

Zum inhaltlichen Abschluss des Abends hatten im großen Plenum alle Teilnehmenden die Möglichkeit, bei einem Round-Table mit den Workshopleiter*innen des Tages aktuelle Herausforderungen und mögliche Schwierigkeiten in der Lateinamerikaforschung zu diskutieren. Moderiert wurde die Diskussion von Verena Concha Vega (KU Eichstätt-Ingolstadt) und Indi- Carolina Kryg (Universität Hamburg).

Foto: Teilnehmer*innen des Seminars „Der erste Schritt zur Promotion“ und Dr. Sarah Albiez-Wieck (Universität zu Köln), Prof. apl. Dr Ingrid Gareis (Goethe-Universität Frankfurt) sowie Prof. Dr. Anika Oettler (Philipps-Universität Marburg).

Samstag, den 26.01.2019

Den Schwerpunkt des Samstags bildete das Thema Gestaltung der Promotion. Moderiert von Myriell Fußer (Philipps-Universität Marburg) gingen Dr. Daniela Saccà-Reuter von der Begabtenförderung der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit und Prof. Dr. phil. Encarnación Gutiérrez vom Gießener Graduiertenzentrum Kulturwissenschaften den Fragen nach, welche die relevanten Kriterien für das Auswahlverfahren eines Promotionsstipendiums sind und welche Unterschiede zwischen einem Stipendium bei einem Begabtenförderungswerk, einem Promotionskolleg und einer wissenschaftlichen Mitarbeiterstelle sind. Dazu kamen Fragen insbesondere im Zusammenhang mit den Rahmenbedingungen für die Dissertation, ideeller und finanzieller Unterstützung in Begabtenförderwerken bzw. Promotionskollegs.

Im Anschluss präsentierten diverse Institutionen, die Stipendien und Arbeitsstellen für Promovierende anbieten, auf einem Markt der Möglichkeiten ihre Programme. Zu den Ausstellenden zählte das GIGA, die Friedrich-Naumann-Stiftung, die Konrad-Adenauer-Stiftung, das Gießener Graduiertenzentrum, IAMO und IPPAE. Das Angebot wurde rege genutzt. Die Teilnehmenden hatten Gelegenheit, sich ausgiebig über weitere Fördermöglichkeiten zu informieren, erhielten einen Einblick in die Programmvielfalt der Ausstellenden und konnten in vielen Fällen auch persönlich relevante Fragen an die Vertreter*innen der Institutionen und Organisationen stellen.

Insgesamt war die Veranstaltung ein voller Erfolg und hoffentlich der Beginn eines festen Angebots der ADLAF-Nachwuchsförderung.

Organisationsteam des Seminars:

Prof. Dr. Anika Oettler, Florian Vitello, Friederike Hildebrandt, Ilona Stahl, Indi-Carolina Kryg, Julian Reiter, Myriell Fußer, Tharcisio Leone, Verena Concha Vega, Veronika Reuchlein, Victoria Adouvi.