ADLAF-Studie: Neue und geplante Regionalstudiengänge zu Lateinamerika

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Im Rahmen des Bologna-Prozesses haben sich die europäischen Länder zur Schaffung eines gemeinsamen Hochschulraums bis zum Jahre 2010 verpflichtet. Ziele dieses Prozesses sind u.a. eine klarere Strukturierung und verbesserte Transparenz des Studiums bzw. eine leichtere Anerkennung von Studienleistungen und damit größere Mobilität in Deutschland und Europa. Um diesem Ansinnen gerecht zu werden, ist an den bundesdeutschen Universitäten eine Hochschulreform eingeleitet worden. Kernpunkte dieser Reform bilden die Einführung eines Systems vergleichbar gestufter Bachelor- und Master-Studiengänge. Diese Studiengänge sind modularisiert und mit einem Leistungspunktesystem („Credit Points“) versehen worden.

Die gegenwärtige hochschulpolitische Umbruchsituation birgt jedoch auch Gefahren. Im Zuge der weiter voranschreitenden Globalisierung und umfangreicher Wanderungsbewegungen ist zwar ein kontinuierlicher Bedarf an fundiertem Wissen über außereuropäische Regionen festzustellen. Jedoch sind insbesondere diejenigen Studiengänge von Reformen und Kürzungsabsichten bedroht, die explizit die benötigten Kenntnisse zu vermitteln vermögen. Mit dieser Thematik haben sich in der Vergangenheit bereits mehrere Workshops und Tagungen befasst. Auch der Wissenschaftsrat konstatiert, dass die Regionalstudien zu einem fruchtbaren sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Austausch mit anderen Ländern und damit zu einer Öffnung der kulturellen Horizonte aller Beteiligten beitragen.

Um sich ein genaueres Bild über die Regionalstudien machen zu können, die sich schwerpunktmäßig mit Lateinamerika befassen, hat die ADLAF eine Fragebogen-aktion initiiert. Damit verfolgt sie das Ziel, Informationen über alle bereits existierenden und geplanten Bachelor- und Master-Studiengänge an den bundes-deutschen Universitäten zusammenzustellen. Ebenso wurden Universitäten und Forschungsinstitute im deutschsprachigen Ausland, insbesondere Schweiz und Österreich, um Stellungnahmen gebeten. Der Fragebogen wurde im ADLAF-Info 1/2006 und auf der Homepage der Arbeitsgemeinschaft veröffentlicht. Mitglieder und Interessierte wurden gebeten, die ihnen zur Verfügung stehenden Informationen an die ADLAF zurück zu senden.

Trotz der groß angelegten und mittels unterschiedlicher Foren angekündigten Erhebung bleibt festzuhalten, dass die in die Fragebogenaktion gesetzten Erwartungen nur annähernd erfüllt werden konnten. Nachdem der Rücklauf über die im ADLAF-Info angekündigte Umfrage eher verhalten gewesen ist und auf den allgemein gehaltenen Tenor im Info zurückgeführt wurde, sind die Mitglieder der ADLAF noch einmal persönlich angeschrieben worden. Dadurch konnte der Grad der erhaltenen Informationen gesteigert werden. Trotzdem bleibt zu hoffen, dass sich in der Zukunft mehr Institute und Einzelpersonen an Aktivitäten dieser Art beteiligen, um ein umfassendes Bild der neuen Studienstruktur erstellen zu können.

Die Umfrageergebnisse können Sie in Form eines PDF-Dokumentes einsehen (download).

Die ADLAF wird die Entwicklungen an den Hochschulen auch in Zukunft weiter verfolgen. Wenn Sie diesbezügliche Informationen an die ADLAF übermitteln wollen, können Sie dies weiterhin mit folgendem Fragebogen oder auch formlos tun.

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Bitte senden Sie Ihre Rückmeldungen an ADLAF@iai.spk-berlin.de oder per Post an:

Dr. Peter Birle
Vorsitzender der ADLAF
Ibero-Amerikanisches Institut
Potsdamer Straße 37
10785 Berlin