4. Nachwuchstagung

der Arbeitsgemeinschaft Deutsche Lateinamerikaforschung (ADLAF)

26 / 27. Juni 2015

Bericht der 4. ADLAF Nachwuchstagung

Berlin, 26./27. Juni 2015

In Kooperation mit dem Lateinamerika Institut der FU Berlin (LAI) und dem Ibero-Amerikanischen Institut (IAI), veranstaltete die ADLAF-Nachwuchsgruppe am 26. und 27. Juni 2015 in Berlin ihre vierte Tagung für NachwuchswissenschaftlerInnen der Lateinamerikaforschung.

Insgesamt 28 Doktorandinnen und Doktoranden aus 20 verschiedenen Universitäten und Forschungseinrichtungen stellten ihre Projekte an den beiden Konferenztagen vor und diskutierten diese in den jeweiligen Panels. Schwerpunktthemen sind in diesem Jahr Kulturkontakt und Kulturtransfer, Wissenszirkulation, Identitätskonstruktionen, Themen der frühen Kolonialzeit, Gewalt und Konfliktlösung, Lebenswelten und Nachhaltigkeit, sowie Mediale und Urbane Räume gewesen. Die breit aufgestellte Themenvielfalt der Vorträge macht aktuelle Forschungstrends deutlich: Forschungsprojekte sind häufig interdisziplinär aufgestellt, gleichzeitig stehen aber vergleichende oder transnationale Untersuchungen und regionalspezifischen Forschungsfragen im ausgeglichenen Verhältnis zueinander.

Unter dem Titel „Digital Humanities: Die Zukunft der (Lateinamerika-)Wissenschaften? diskutierten unter Moderation von Peter Altekrüger (Direktor der Bibliothek des IAI) in einem Round-Table Gespräch Joachim Michael (Professor für Interamerikanische Studien/Romanistik, Bielefeld), Tobias Kraft (Leiter Arbeitsstelle „Alexander von Humboldt auf Reisen – Wissenschaft aus der Bewegung“. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften) und Julia Montemayor Gracia (Sprachwissenschaftlerin und Romanistin, Saarbrücken) über die Zukunft der Lateinamerikawissenschaften im Zeitalter der Digital Humanities sowie über Chancen und Gefahren und sich verändernde Forschungspraxen. Während das Schlagwort der Digital Humanities inzwischen starke Verbreitung gefunden hat, bleiben die Definitionen hierzu dennoch oft unscharf: Bezeichnet beispielsweise Digital Humanities schlicht die Digitalisierung von Daten und ihre Verwendung in der Forschung oder eine fortschreitende Ausrichtung der Geisteswissenschaften auf das Digitale als eigene Disziplin? Solche und andere Grundfragen wurden in diesem Round Table Fragen sowohl in der Expertenrunde, als auch mit dem Publikum diskutiert.

Besonderes Gewicht erlangte die Tagung durch das Jubiläum zum 50-jährigen Bestehen der ADLAF das bereits am Vortag mit Festvorträgen und einer Round-Table Diskussion zu zukünftigen Aufgaben und Herausforderungen der Lateinamerikawissenschaften und der Rolle der ADLAF begangen wurde. In diesem Rahmen wurde auch auf die Bedeutung der aktiven Nachwuchsarbeit hingewiesen. Diese ist in den letzten Jahren zunehmend ausgebaut und formalisiert worden und erfährt große Unterstützung durch die ADLAF.

Die Sprecherinnen der ADLAF-Nachwuchsgruppe:

Ana-Laura Lemke

Franziska Barth

Kontakt: adlafnachwuchs@giga-hamburg.de


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Die Nachwuchsgruppe der Arbeitsgemeinschaft Deutsche Lateinamerikaforschung (ADLAF) veranstaltet am 26. und 27. Juni 2015 ihre vierte interdisziplinäre Tagung für NachwuchswissenschaftlerInnen in Kooperation mit dem Lateinamerika-Institut der Freien Universität Berlin (LAI) und dem Ibero-Amerikanischen Institut Preußischer Kulturbesitz (IAI) in Berlin.

In diesem Jahr ist die Nachwuchstagung in die Feierlichkeiten zum 50-jährigen Gründungsjubiläum der ADLAF eingebunden. Auftaktveranstaltung ist am 25. Juni 2015 ein feierliches Symposium im Ibero-Amerikanischen Institut.

Die Nachwuchstagung wird anschließend am Lateinamerika-Institut (LAI) ausgerichtet. Sie richtet sich an DoktorandInnen aus allen geistes- und sozialwissenschaftlichen Disziplinen, die sich mit Lateinamerika befassen, wobei das Thema bewusst offen gehalten ist, um einen möglichst vielfältigen Austausch über die aktuelle Lateinamerikaforschung jenseits einzelner Fachbereiche oder Forschungslinien zu ermöglichen. Die Tagung bietet NachwuchswissenschaftlerInnen ein Forum, um ihre Forschungsprojekte vorzustellen, wissenschaftlichen Dialog untereinander sowie mit VertreterInnen der Fachdisziplinen zu führen und dauerhafte Netzwerke aufzubauen.

Die diesjährige Tagung wird erstmals durch eine Diskussionsrunde in Form eines Round Table erweitert und wir möchten insbesondere dazu ermutigen, die Diskussion zum Thema „Zeitalter Digitalisierung – projektbezogene und globale Erfahrungen“ mit fachgerechten Beiträgen (Impulsstatements von max. 5 Minuten) zu bereichern.

Zum disjährigen Programm gehören die Themen "Kulturkontakt und Transgression", "Identitäten in Verhandlung" wie "Gewalt und Aufarbeitung" und weitere spannende Punkte. 

Die Sprecherinnen der ADLAF-Nachwuchsgruppe:

Ana-Laura Lemke

Franziska Barth