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Transfer

Die gesellschaftliche Relevanz der Forschungsprojekte von ADLAF-Nachwuchswissenschaftler_innen wird zwei Mal im Jahr über kooperativ organisierte Podiumsgespräche in öffentlichen Einrichtungen der gesellschaftlichen Reflexion, wie z.B. Museen, Bibliotheken, Kulturinstituten oder Botschaften in Deutschland und Lateinamerika vermittelt.


Erster Round Table der Nachwuchswissenschaftler_innen der ADLAF in Zusammenarbeit mit der Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss

Musterraum auf der Schlossbaustelle in Berlin (Schloßplatz/ Ecke Breite Str.)

16.02.2017, 19:00 Uhr, Einlass: 18:30 Uhr

Eintritt frei, Anmeldung erforderlich (Link siehe Ende der Seite)

Natur und Identität: Globalisierung in Lateinamerika

Ein Podiumsgespräch zwischen Altamerikanist_innen und Ethnolog_innen über Arbeitsmigration und sich wandelnde Vorstellungen von Natur

Anfang des 19. Jahrhunderts brachte Alexander von Humboldt eine Probe Guano aus Lateinamerika mit nach Europa. Die neue Kenntnis von diesem natürlichen Dünger hatte ungeahnte Folgen: In Europa stieg der Bedarf an Guano explosionsartig an. Um den Abbau zu beschleunigen, wurden 30.000 Arbeiter aus China nach Peru angeworben. Der sich schwunghaft entwickelnde Guano-Handel bewirkte somit einen globalen Austausch: Warenexport aus Peru nach Europa, Arbeitsmigration aus Asien nach Südamerika.

Die in der aktuellen Ausstellung „EXTREME! Natur und Kultur am Humboldtstrom“ gezeigte Guano-Probe steht sinnbildlich für Arbeitsmigration und sich verändernde Vorstellungen von Natur in Lateinamerika. Sie ist Ausgangspunkt für eine Diskussion, die Landwirtschaft, Bergbau und Arbeitsmigration im Spannungsgeld von Natur und Kultur in den ethnologischen Blick nimmt: Wie gestalten sich kulturelle Zugehörigkeiten in globalen Migrationsprozessen? Chancen und Risiken – welche Auswirkung haben transnationale Unternehmen und Organisationen auf lokale Produzenten und ihre Vorstellungen von ihrer Umwelt?

Es diskutieren Franzsika Barth, Doktorandin am Lateinamerika-Institut der Freien Universität Berlin und Sprecherin der ADLAF-Nachwuchsgruppe, Katharina Farys, Doktorandin am Internationalen Graduiertenkolleg "Zwischen Räumen" der Freien Universität Berlin, Dr. Manuela Fischer, Kuratorin am Ethnologischen Museum - Staatliche Museen zu Berlin und Koordinatorin der Ausstellung "EXTREME!", Dr. Barbara Göbel, Ethnologin, Direktorin des Ibero-Amerikanischen Instituts Preußischer Kulturbesitz, Expertin zu sozio-ökologischen Ungleichheiten, Prof. Dr. Karoline Noack, Altamerikanistik und Ethnologie an der Universität Bonn, Leiterin der Bonner Altamerika-Sammlung, Prof. Dr. Stephanie Schütze, Schwerpunkt Migration und Gender am Lateinamerika-Institut der Freien Universität Berlin. 

Initiiert und moderiert von Romy Köhler, Doktorandin der Kulturanthropologie und Altamerikanistik sowie Sprecherin der Nachwuchswissenschaftler_innen im Vorstand der Arbeitsgemeinschaft Deutsche Lateinamerikaforschung (ADLAF).

Ort: Musterraum auf der Schlossbaustelle in Berlin (Schloßplatz/ Ecke Breite Str.)

Datum: 16.02.2017, 19:00 Uhr, Einlass: 18:30 Uhr

Sprache: Deutsch

Tickets: Eintritt frei


Anmeldung zwingend erforderlich unter :

http://www.humboldtforum.com/de-de/veranstaltungen/natur-und-kulturelle-identitaet/