Ausgezeichnet wurden María Cárdenas mit dem 1. Preis sowie Kirsten Behr und Karlotta Bahnsen mit zwei 2. Preisen. Die ADLAF gratuliert den drei Preisträgerinnen sehr herzlich zu ihren herausragenden Dissertationen!
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Der ADLAF-Preis 2026 wurde am Abend des 19. Juni in Berlin im Rahmen der ADLAF-Tagung 2026 verliehen. Die Preisverleihung wurde von Prof. Dr. Barbara Göbel, Vorsitzende der ADLAF, eröffnet. In ihrer Begrüßung erinnerte sie daran, dass der ADLAF-Preis alle zwei Jahre vergeben wird, und hob die große Resonanz auf die diesjährige Ausschreibung hervor: Insgesamt gingen 32 Bewerbungen ein. Die eingereichten Arbeiten deckten ein breites Spektrum sozial-, geistes- und kulturwissenschaftlicher Disziplinen ab und machten die große thematische und methodische Vielfalt der aktuellen Lateinamerikaforschung deutlich.
Die Auswahlkommission betonte die insgesamt sehr hohe Qualität der eingereichten Dissertationen, wodurch sich der Begutachtungsprozess besonders anspruchsvoll gestaltete und die abschließende Entscheidung entsprechend schwierig war. Ausgezeichnet wurden drei Dissertationen, die insbesondere durch ihre wissenschaftliche Qualität, ihren Innovationsgrad, ihren Beitrag zur Lateinamerikaforschung sowie ihre interdisziplinäre Anschlussfähigkeit überzeugten.
Der mit 1.500 Euro dotierte 1. Preis ging an María Cárdenas für ihre an der Universität Gießen abgeschlossene Dissertation „Ethnic(ized) activism and its decolonizing potential to build pluriversal peace. The case of Colombia“. Die Arbeit untersucht am Beispiel Kolumbiens das dekolonisierende Potenzial ethnisierter Formen von Aktivismus für den Aufbau pluriversaler Friedensperspektiven.
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Zwei 2. Preise, jeweils dotiert mit 1.000 Euro, wurden an Kirsten Behr und Karlotta Bahnsen vergeben.
Kirsten Behr wurde für ihre an der Universität Paderborn abgeschlossene Dissertation „Female Disasterscapes: Frauen im Naturkatastrophenroman der französischsprachigen Karibik“ ausgezeichnet. Die Arbeit widmet sich literarischen Darstellungen von Frauen, Naturkatastrophen und gesellschaftlichen Krisenerfahrungen in der französischsprachigen Karibik.
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Karlotta Bahnsen erhielt den 2. Preis für ihre an der Freien Universität Berlin abgeschlossene Dissertation „Fashion from Below. Bolivian Cooperative Workers’ Negotiations of Inequality and Participation in Buenos Aires’ Garment Industry“. Die Dissertation untersucht, wie bolivianische Kooperativarbeiter*innen in der Bekleidungsindustrie von Buenos Aires Ungleichheit und Teilhabe aushandeln.
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Die Preisträgerinnen wurden im Rahmen der feierlichen Verleihung mit Urkunden und Blumen ausgezeichnet. Darüber hinaus erhalten sie jeweils eine kostenlose ADLAF-Mitgliedschaft für ein Jahr. Die Laudationes zu den ausgezeichneten Arbeiten wurden von den jeweiligen Gutachtenden im Rahmen des ADLAF-Dissertationspreises vorbereitet. Auch die Dankesworte der Preisträgerinnen stehen online zur Verfügung.
Die ADLAF gratuliert María Cárdenas, Kirsten Behr und Karlotta Bahnsen sehr herzlich zu dieser Auszeichnung und freut sich, mit dem Dissertationspreis exzellente Nachwuchswissenschaftlerinnen sichtbar zu machen und innovative Forschung zu Lateinamerika und der Karibik zu fördern.