Vom 18. bis zum 20. Juni 2026 fand am Ibero-Amerikanischen Institut (IAI) der Stiftung Preußischer Kulturbesitz in Berlin die ADLAF-Tagung 2026 zum Thema „Umkämpfte Demokratien: Lateinamerika in transregionaler Perspektive“ statt.
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Vom 18. bis zum 20. Juni 2026 fand am Ibero-Amerikanischen Institut (IAI) der Stiftung Preußischer Kulturbesitz in Berlin die ADLAF-Tagung 2026 zum Thema „Umkämpfte Demokratien: Lateinamerika in transregionaler Perspektive“ statt. Im Mittelpunkt der Tagung standen aktuelle Auseinandersetzungen um Demokratie, politische Teilhabe und gesellschaftliche Konflikte in Lateinamerika sowie deren transregionale Verflechtungen.
Fast 50 Referent*innen von zahlreichen deutschen und lateinamerikanischen Institutionen widmeten sich dem Tagungsthema in zwölf Panels aus unterschiedlichen disziplinären und thematischen Perspektiven. Mit rund 200 Teilnehmenden an drei Tagungstagen war die Veranstaltung außerordentlich gut besucht.
„Die große Resonanz auf die ADLAF-Tagung 2026 „Umkämpfte Demokratien“ zeigt, wie wichtig es in diesen herausfordernde Zeiten ist, offene Räume zu schaffen, in denen unterschiedliche wissenschaftliche Perspektiven, regionale Expertisen und gesellschaftliche Erfahrungen in einen produktiven Austausch miteinander gebracht werden“, betont Barbara Göbel, Vorsitzende der ADLAF.
Die thematische Bandbreite der Panels reichte von indigenen Perspektiven, anti-demokratischen Akteuren und Fragen politischer Teilhabe über Literatur, Film und Kommunikation bis hin zu Wahlen, historischen und politischen Dimensionen sowie transnationalen und internationalen Perspektiven auf Demokratiekonflikte in Lateinamerika. .
Auf besonderes Interesse stieß ein Panel zu den Richtlinien der deutschen Politik gegenüber Lateinamerika. Zwei Vertreter des Auswärtigen Amtes präsentierten dabei Ideen für die zukünftige Politik und diskutierten diese anschließend mit dem Publikum.
Neben den fachlichen Panels bot die Tagung vielfältige Gelegenheiten zum Austausch und zur Vernetzung innerhalb der ADLAF-Community. In den Pausen zwischen den Veranstaltungen sowie im Rahmen gemeinsamer Programmpunkte entstanden zahlreiche Gespräche zwischen Wissenschaftler*innen unterschiedlicher Disziplinen, Generationen und institutioneller Kontexte.
Erstmals bot die Tagung auch den ADLAF-Arbeitsgruppen und der Nachwuchsgruppe Raum für eigene Treffen. Zudem gestalteten die Arbeitsgruppen „Andenländer“ und „Brasilien im globalen Kontext“ jeweils ein eigenes Panel und trugen damit aktiv zum wissenschaftlichen Programm der Tagung bei.
Ein weiterer Höhepunkt der Tagung war die Verleihung des ADLAF-Preises 2026 für herausragende Dissertationen mit Lateinamerika-Bezug, die über den engeren Fachbezug hinaus einen wichtigen Beitrag zur interdisziplinären Lateinamerikaforschung leisten. Ausgezeichnet wurden María Cárdenas mit dem 1. Preis sowie Kirsten Behr und Karlotta Bahnsen mit zwei 2. Preisen.
Die ADLAF dankt allen Referentinnen, Moderatorinnen und Teilnehmenden für die engagierten Diskussionen und den lebendigen Austausch. Ein besonderer Dank gilt dem Ibero-Amerikanischen Institut für die Unterstützung bei der Durchführung der Tagung.
Das vollständige Programmheft der Tagung finden Sie hier.